
Seltene Kunstwerke aus dem Domschatz sind bis Mariä Himmelfahrt,
15. August, im Salzburger Dom zu sehen; sechs barocke Teppiche mit
Motiven aus der Schöpfungsgeschichte, entstanden um 1630/1635 in
der Werkstatt von Jan Aerts in Brüssel. Seit etwa 1850 sind die wert-
vollen Knüpfwerke im Dom nachweisbar. Damals wurden sie zu Weih-
nachten im Hochaltarraum über dem Chorgestühl aufgehängt. In den
1950er Jahren dekorierten sie das erzbischöfliche Palais. Danach wurden
sie wohl jährlich zu den Salzburger Festspielen aufgehängt, zuletzt
schmückten die Tapisserien bei der Amtseinführung von Erzbischof
Alois Kothgasser am 19. Jänner 2003 den Dom. Seitdem lagern die
Teppiche zusammen mit anderen empfindlichen Textilien in einem
dunklen Raum, geschützt vor Sonnenlicht und schädlichen Insekten.
Dirigent Nikolaus Harnoncourt bat heuer darum, die Teppiche für ein
Konzert der „Ouverture spirituelle“ der Salzburger Festspiele aufzuhängen.
Nun sorgen sie auch noch bei den Konzerten der Salzburger Dommusik
für eine eindrucksvolle Akustik.