
Erzbischof Colloredo ist vom 27. Juni bis 28. Dezember eine Doppelausstellung gewidmet. Der vor 200 Jahren verstorbene letzte Fürsterzbischof von Salzburg (1732 – 1812) gilt als bedeutender Vertreter der katholischen Aufklärung. Seine geistlichen Ämter stehen im Mittelpunkt der Schau im Archiv der Erzdiözese. Im Salzburger Landesarchiv geht es um seine politische Funktion als Landesherr.
Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo , der im Jahr 1800 vor den heranrückenden Truppen Napoleons fliehen musste, starb zwölf Jahre später mit 80 Jahren im Wiener Exil. Trotz seines scheinbaren Scheiterns hat er auf vielen Gebieten die Grundlage für Entwicklungen gelegt. Der Erzbischof bemühte sich um ein modernes und damit gerechteres Steuerwesen. Als Kirchenfürst hatten seine Bemühungen um die „Emser Punktationen“ oder seine Maßnahmen zur „Entbarockisierung“ der Religionsausübung nachhaltige Wirkung.
Zum Auftakt der Doppelausstellung wird am Mittwoch, 27. Juni, um 14.30 Uhr im Salzburger Landesarchiv das Buch „Erzbischof Colloredo und sein Kataster. Eine Steuerreform am Ende des Erzstiftes Salzburg“ präsentiert.