WOCHENZEITUNG DER ERZDIÖZESE SALZBURG
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Ich bin k/ein Sozialarbeiter!

Mag. Franz Borstner von
der Geschäftsführung
des Arbeitslosenfonds
der Erzdiözese Salzburg.
„Immer wieder treffen wir auf einzelne Jugendliche, die arbeitslos sind, zuhause Probleme haben, oder von den Eltern vor die Tür gesetzt werden!“„Wir sehen Schulkinder, die nachmittags auf sich allein gestellt sind.“ Diese Erfahrungen von Jugendlichen sollten uns mehr als zu denken geben. Wir müssen endlich selbst handeln, weil die ständig wachsende Zahl von Jugendlichen für sich weder in einer Schule noch in einer Berufsausbildung Zukunftsperspektiven sieht. Weil wir Aussagen wie diese nicht mehr hören können: „Jeder ist selbst schuld wenn . . . , hättest halt was Gšcheites gelernt, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen, wer bist du denn, was hast du denn, wie viel verdienst du denn, ohne Fleiß kein Preis, Lernjahre sind keine Herrenjahre, . . .“
Es steht die Frage nach sozialer Verantwortung im öffentlichen Raum. „Wir sind doch keine Sozialarbeiter!“ Das hört man heute überall. Wo aber sind sie dann, die wirklichen Verantwortlichen für das Soziale? Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen ist kein beliebtes Thema. Eben darum ist es notwendig dieses Tabuthema und die davon Betroffenen in jugendlicher Frische aufs öffentliche und politische Podium zu bitten.
Wir werden zwar noch nicht sofort die ganze Welt verbessern, aber zumindest haben wir damit angefangen.



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