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Kurz & Bündig

Mütter, Kinder und ein Feiertag

Mag. Gertraud Katzlberger

 

 

Am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag. Ein Feiertag „zu Ehren der Mutterschaft“ – ist das zeitgemäß? 

Die Mütter, die ich kenne, würden sich am liebs-ten die Ohren zuhalten, wenn wieder das Hohelied auf die Mütter gesungen wird.
Da gibt es die einen, die sich schon vor der Geburt des Kindes auf die Suche nach einem Krippenplatz machen, weil sie den Anschluss an den Beruf nicht verpassen wollen oder dürfen. Schon lange nicht mehr gehen diese Frauen arbeiten um „sich selbst zu verwirklichen“, sondern weil sie Miete zahlen müssen, weil der Schikurs der Kinder teuer ist und der tägliche Einkauf auch.  Und da sind die anderen, die bildungsfernen und problembeladenen Frauen, mit denen ich in meiner Arbeit zu tun habe: sie lassen sich gerne das Kinderbetreuungsgeld auszahlen – es ist allemal mehr, als ein Halbtagsjob als Putzfrau bringen würde. Geholfen ist damit weder den Müttern noch den Kindern, die nur mit viel Kraft dem Teufelskreis aus mangelnder Bildung und Armut entkommen können.



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