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Sorgenkinder - Kindersorgen

Im Gespräch bleiben

Theoretisch wäre jede und jeder heutige Jugendliche aufgeklärt. Aufgeschlossene Volksschullehrerinnen sprechen mit zehnjährigen Mädchen bereits über die erste Periode. Die biologischen Tatsachen sind Stoff des Biologieunterrichtes der Hauptschule und der UnterstufenGymnasien. Genaueres über das Kinderkriegen und Details der Vererbungslehre lernt man noch einmal in den Oberstufen. Trotzdem fallen viele Jugendliche nach wie vor auf Gerüchte und falsche Vorstellungen herein, die ihnen ihre Freunde erzählen. Trotzdem gibt es noch junge Mädchen, die nicht wissen, unter welchen Umständen sie schwanger werden können. Trotzdem informieren sich viele in oberflächlichen Zeitschriften oder auf wenig seriösen Internetseiten. Anscheinend ist es immer noch vielen Eltern und Pädagogen peinlich, sich mit jungen Menschen über Sexualität zu unterhalten. Dabei wäre der beste Ort für ein fundiertes Gespräch über Liebe und Sexualität immer die eigene Familie, denn wo sonst traut man sich offen zu fragen und riskiert nicht, von spöttischen Mitschülern oder Kollegen ausgelacht zu werden. Wo das Gespräch in der Familie nicht möglich war, haben vielleicht die Schule oder die außerschulische Jugendarbeit doch noch eine Chance, an junge Menschen heranzukommen.

Mag. Kerstin Kordovsky


TIPP: Aktion Leben Salzburg bietet mit dem Seminar „Im Gespräch bleiben – wenn's um Sex geht“, Anregungen für Elternabende, Elternwerkstätten oder die außerschulische Jugendarbeit an. Infos unter 0662/ 627984.



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