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Mag. Gertraud Katzlberger
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Kürzlich habe ich in der Zeitung gelesen, dass in Wien ein Katzencafé eröffnet hat.
Fünf Katzen aus dem Tierheim gehören quasi zum Inventar eines kleinen Cafés, das wegen der Katzen ordentlich Furore macht.
Ein Jahr haben die Bewilligungen der Behörden auf sich warten lassen. Auflagen von Gesundheitsamt, Gewerbeamt und Tierschutz mussten erfüllt sein. Die Idee stammt aus Japan und ist sicher nicht übel, aber: sind wir schon so weit von einem normalen Zusammenleben von Menschen und Haustieren entfernt, dass ein paar Katzen sogar Kamerateams aus dem Ausland anreisen lassen? Wo sind die Dorfwirtshäuser mit Eckbank und Kachelofen, wo es sich die Katze gemütlich gemacht hat und der Hund – ganz ohne behördliches Brimborium – unter dem Tisch auf ein paar Happen gewartet hat? Schade, dass Menschen offenbar schon in ein Café gehen müssen, um eine Katze zu streicheln, wo doch nichts heilsamer für die Seele ist als ein Haustier als Freund an der Seite zu haben.