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Kleine Hoffnungen

Fürsorge und Schutz für Frauen und Kinder wollen
Sr. Whelita (2. v. l.) und Jasmine (2. v. r.) ermög-
lichen. Die Katholische Jungschar Salzburg, im
Bild Angelika Hechl (l.) und Wolfgang Hammer-
schmid-Rücker (r.), unterstützt diese bereits sehr
erfolgreiche Idee mit ihren Sternsingern.

 

In einer Kultur der Stille erhebt Jasmine Davao Fernandez auf den Philippinen ganz laut ihre Stimme – für Kinderrechte. Dabei ist sie selbst erst zwölf Jahre alt.

Salzburg/Philippinen. Wenn Jasmine in der Schule oder in der Freizeit merkt, dass bei Mitschülern und Freunden etwas nicht stimmt, spricht sie die Mädchen und Buben direkt darauf an. „Das ist bei uns nicht üblich“, sagt sie. Die Leute in ihrem Land brauchen lange bis sie zugeben, dass es ihnen nicht gut geht. „Wir Kinder haben Rechte“, sagt Jasmine. „Ein Recht nicht zu arbeiten, sondern in die Schule zu gehen. Ein Recht gut behandelt und nicht geschlagen oder gar missbraucht zu werden.“ In dieselbe Kerbe schlägt die Salvatorianer-Schwester Whelita Cruz Mendoza. Die beiden haben sich beim Projekt „Kinderfreundliche Pfarren“ kennen gelernt – ein Projekt, das die Katholische Jungschar mit ihrer Sternsingeraktion unterstützt.

Wissen teilen und weiterziehen

„Wir möchten Frauen und Kindern mit unserer Arbeit kleine Hoffnungen vermitteln“, beschreibt Schwester Whelita ihre Arbeit in der Pfarre und in den Straßen. „Aufmerksam machen“ lautet die Devise. Wer Hilfe braucht, bekommt Unterstützung – das müssen die Menschen auf den Philippinen oft erst lernen. Dadurch, dass sie offen über Probleme sprechen, bringen Jasmine und die Geistliche einige Steine ins Rollen. Ihr Wissen über die Rechte jedes Einzelnen geben sie in Workshops oder auch bei Demonstrationen weiter.
„Langsam ändert sich etwas“, berichtet Schwester Whelita. „In unserer Pfarre wusste der Priester zum Beispiel nicht, dass er Kinder nicht anschreien darf. Wir haben offen darüber geredet und jetzt geht er ganz achtsam mit ihnen um.“ Nach drei Jahren vor Ort ist eine Struktur in der Pfarre gewachsen und andere Freiwillige übernehmen die Aufgaben von Jasmine und Schwester Whelita. Durch diese Nachhaltigkeit wird das Projekt so einzigartig.

Michaela Hessenberger

 



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