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Das Schaf Dolly war das erste geklonte Säugetier Foto: Llull |
Wien. Für ein ausdrückliches Verbot einer jeden Form des Klonens spricht sich die „Aktion Leben“ aus. Klonen erfülle keinen therapeutischen Zweck, stehe im deutlichen Widerspruch zur Würde des Menschen und sei dank anderer unbedenklicher Möglichkeiten der Stammzellgewinnung auch medizinisch bedeutungslos. Das betonte „Aktion Leben“-Generalsekretärin Martina Kronthaler anlässlich der Nachrichten über die gelungene Klonierung eines menschlichen Embryos durch ein US-Forscherteam.
In Österreich sei das Klonen von Menschen nicht eindeutig geregelt, bemängelte Kronthaler. Denn während das Fortpflanzungsmedizingesetz zwar die Erzeugung von Embryonen durch Befruchtung einer Eizelle verbiete, werde das Klonen durch Kerntransfer (wie beim Schaf Dolly) ebenso wenig erfasst wie das Klonen durch Teilung von Embryonen. „Wir fordern die Regierung deshalb erneut auf, ein eindeutiges Verbot jeder Form des Klonens embryonaler Menschen zu beschließen“, so Kronthaler. Sie erinnerte daran, dass Österreich im Jahr 2005 zu jenen Staaten gehörte, die für eine mehrheitlich verabschiedete Resolution der UN-Generalversammlung gegen das Klonen stimmten.
Mensch – kein Mittel zum Zweck
Der Vorgang des Klonens, wodurch der „embryonale Mensch zum Rohstoff für Forschung und Medizin“ wird, stehe im klaren Widerspruch zur Menschenwürde, „nach der ein Mensch niemals Mittel für einen Zweck sein darf“. Klonen könne nicht therapeutisch genannt werden, denn „entweder soll ein Kind durch das Klonen geboren werden, oder der so gezeugte Embryo wird danach für medizinische Forschungszwecke zerstört“, erläuterte die Generalsekretärin der „Aktion Leben“.
Um einen klonierten Embryo zu erzeugen, bedarf es einer gespendeten Eizelle, in die ein Zellkern eingesetzt werden kann. Dies stelle für Frauen eine unnötige Belastung dar und setze sie durch die Hormonstimulation einem hohen Gesundheitsrisiko aus. Die Technik des Klonierens würde also in erster Linie Frauen ausbeuten, so Kronthaler. kap