
Gegen die derzeit zur Debatte stehende Abschaffung des Zuschusses beim Kinderbetreuungsgeld für sozial benachteiligte Familien spricht sich der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) aus.
WIEN. Die angestrebte Mindestsicherung, die den Zuschuss ersetzen soll, stelle „kein geeignetes Mittel“ zur finanziellen Entlastung von Alleinerzieher-Haushalten dar, sagt dazu KFÖ-Präsident Clemens Steindl. Hier sei die Beibehaltung des derzeitigen Zuschusses von 180 Euro pro Monat der sinnvollere Weg; allerdings nur, wenn die derzeitige Regelung zur vollen Rückzahlung des Zuschusses – für den Fall, dass sich die finanzielle Situation einer Familie verbessert hat – gestrichen werde.
Angesichts der aktuellen politischen Diskussion über die konkrete Gestaltung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes drängt der KFÖ-Präsident auf rasche Umsetzung: „Es wäre schade, wenn im parteipolitischen Hickhack eine offenbar ausverhandelte Einigung zum einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld auf der Strecke bliebe. Das würde zu Lasten aller Familien gehen und ist unverantwortbar“. Insgesamt stelle das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld einen wichtigen Beitrag zur Beteiligung der Väter am Erziehungsauftrag dar, da es weitere Anreize für die Väterkarenz schaffe. In der gegenwärtigen Diskussion über die Bezugsdauer der einkommensabhängigen Variante spricht sich Steindl für das von Staatssekretärin Christine Marek präferierte „12+2“-Modell aus. Für die volle Bezugsdauer des Kindergeldes über 14 Monate, muss dabei auch der zweite Elternteil mindestens zwei Monate lang Karenzzeit in Anspruch nehmen. kap