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Bischöfe schicken „Brief aus Galiläa“
Bischofskonferenz: „Sorgen und Hoffnungen“ im Blick
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Österreichs Bischöfe in der Geburtsgrotte von Bethlehem. Foto: BIKO
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In einem „Brief aus Galiläa“, der am vergangenen Freitag in Jerusalem veröffentlicht worden ist, hat die Österreichische Bischofskonferenz zentrale Anliegen ihrer Herbstvollversammlung zusammengefasst.
JERUSALEM. Die Beratungen hatten im katholischen Tagungszentrum „Domus Galileae“ bei Tiberias (Israel) stattgefunden. Auf der Tagesordnung standen u. a. die Nachbereitung des Papstbesuchs und die Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Nach ihrer Vollversammlung besuchten die Bischöfe u.a. Jerusalem und Bethlehem.
„Drei Monate nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Österreich und seiner Reise als Pilger nach Mariazell haben wir Bischöfe eine Pilgerfahrt in das Heilige Land unternommen. Hier – am Ursprung des Christentums – haben wir gebetet; wir haben bei unserer hier abgehaltenen Herbstkonferenz über Impulse aus dem Besuch des Heiligen Vaters und über den weiteren Weg der Kirche in Österreich inmitten unserer Weltkirche nachgedacht. Und wir haben auch in vielen Begegnungen unsere Solidarität mit den Christen des Heiligen Landes in ihrer schwierigen Situation zum Ausdruck gebracht“, so die Bischöfe.
Die Bischöfe äußern in ihrem Hirtenbrief Hoffnung, aber auch Sorge über die Entwicklung der Gesellschaft und der Kirche in Österreich. Sorge bereite Aushöhlung und Zerfall tragender Werte wie Familie, Ehe, Solidarität mit den Ungeborenen sowie Solidarität mit kranken und alten Menschen. Was auch fehle, sei Mut zu mehr Kindern.
In der Kirche gebe es – so die Bischöfe weiter – lebendige Pfarren und Gemeinschaften, aber auch einen großen Mangel an Glaubenswissen bei vielen Getauften. Auch bei Priestern und Ordensleuten gebe es „eine Versuchung zur Resignation“. Doch man solle sich „davor hüten, einige der Hauptursachen voneinander zu trennen und gegeneinander auszuspielen“. So sei der Rückgang der Besucher der Sonntagsgottesdienste keineswegs nur auf den Mangel an Priestern zurückzuführen.
Betont wird in dem „Brief aus Galiläa“, dass der Episkopat Spannungen „nicht ausweichen und nicht kleinreden“ wolle. Allerdings sei es notwendig, dass „wir in der Kirche Österreichs tiefer graben und auch tiefer denken müssen, als dies jetzt oft vorgeschlagen wird“. Wichtig wäre der Blick auf die lebendige Kirche in anderen Ländern. Dort gebe es weniger Strukturen und finanzielle Mittel. Ein Blick dorthin könnte Österreichs Christen ermutigen, die Chancen in ihrem Land zu nützen.
Als Beispiel nennen die Bischöfe ihre Begegnung mit jungen Christen in Galiläa: „Im Heiligen Land konnten wir Bischöfe auch jungen Christen aus vielen Ländern begegnen, die uns das Zeugnis eines fröhlichen Glaubens gegeben haben. Manche haben eine Bekehrung erlebt und sind unterwegs zu einem geistlichen Beruf.“ kap