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Der Kommentar zum Sonntag
Große Entscheidungen
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Mag. P. Matthias Felber SVD
ist Schulseelsorger im Missions
Privatgymnasium St. Rupert.
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Gott, deine Gnade begleite uns, damit wir dein Wort im Herzen bewahren, um das Gute zu tun. (vgl. Tagesgebet)
(Gen 2, 18)
Das Bibelfest in der Altstadt von Salzburg ist bereits Geschichte. Jedoch klingt es noch lebendig, ja lebhaft in mir nach. Ein gelungenes Fest!, das steht für mich fest. Ich lehne mich zufrieden zurück: . . . lebendig ist das Wort Gottes. . . Für den 27. September stimmt das ganz und gar. Unsere Erzdiözese hat gefeiert. Sie hat es verstanden, in einem guten Mix von Angeboten das Wort Gottes in vielen Menschen in einem frohen Widerhall erklingen zu lassen. Ein Wort, das zu Herzen geht, das ist Gottes Wort. Es muss ja nicht nur im Gottesdienst sein oder in der Bibelrunde . . .
Gerne gehöre ich zur „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“, den Steyler Missionaren. Ein Name mit einem klaren Programm. Als Christen gehören wir alle zur „Gesellschaft des göttlichen Wortes“, der Kirche. In anderen Ländern nennt man uns Steyler „verbiti“ – die „Geworteten“. Die Kirche ist eine lebendige Gemeinschaft der „Geworteten“. . . . lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert – hoffentlich!
Ich habe den Eindruck, dass der weitere Wortlaut der 2. Lesung für heutige Menschen einigermaßen fremd klingt: „es dringt durch . . .“ Dringt es in einer Zeit der Inflation des Wortes noch durch? Wenn einem die Ohren übergehen ob der Überfülle an Worten in einer von Medien dominierten Zeit und Gesellschaft? Wort-Reichtum, der nicht zufrieden macht. Ich mache die Erfahrung, dass die Sehnsucht nach einem guten, kraftvollen, zu Herzen gehenden Wort nie größer war. Sehn-Sucht. – Von innen heraus sucht ein Verlangen den Weg ins Freie: das Wort, das in den Herzen der Menschen seine Heimat hat. Frère Roger aus Taizè betet: „Auferstandener Christus, selbst wenn alles in Zögern und Zweifel versinkt, bist du ausnahmslos für jeden Menschen da, wachst du und betest du in uns.“
Der reiche Mann ist unzufrieden, obwohl er viel hat: Materielles und auch Ethisches. Er muss ein gutes und liebendes Herz haben, ist ihm doch der Dekalog Richtschnur „von Jugend an“. Er folgt diesen Leitlinien, kommt gut zurecht und voran im Leben. Auf der Suche nach noch größerem Reichtum, nach dem ewigen Schatz (vgl. 1. Lesung) stößt er auf Jesus, den „guten Meister“. Dieser bahnt ihm den Weg zu einer großen Entscheidung: „Niemand ist gut außer Gott!“ Große Entscheidungen im Leben verlangen viel vom Menschen. Vor allem viel Herzblut.
Die große Entscheidung dieses Mannes wäre die klare Option für Gott: den Einen und Ewigen. Nur bei ihm ist ewiges Leben garantiert. Jedoch: Es lässt sich nicht erkaufen, auch nicht um viel Geld. „Selig die arm sind vor Gott . . .“