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Gähnende Leere im Kühlschrank? Die kann
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Dammbruch. „Wenn es genehmigt wird, werden wir am Sonntag öffnen“, sagt Nicole Berkmann vom Spar-Konzern. Am Salzburger Hauptbahnhof soll ab Juni das volle Sortiment auch am Sonntag feilgeboten werden. Katholische Aktion und die christlichen Kirchen Salzburgs protestieren heftig.
Salzburg. Wer am ersten Tag der Woche eine Reise tut, der soll sich trotz Sonntagsruhe auch mit Proviant versorgen können; dazu hat sich der Salzburger Landtag 1999 bekannt. 80 qm Verkaufsfläche müssen derzeit laut Gesetz zum Jause-Kaufen genügen.
Am 31. Mai wird die neue, weitläufige Spar-Filiale am Salzburger Hauptbahnhof eröffnet.Dafür soll es in diesen Tagen eine Sondergenehmigung für die Öffnungszeitenverordnung geben: Nach einem Entwurf von SPÖ-Landesrat Walter Blachfellner darf dann die Verkaufsfläche von maximal 385 qm an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 23 Uhr und auch an Werktagen bis 23 Uhr geöffnet werden.
Sonntag als „Verlangsamungskonstante“
„Abgepacktes Fleisch, Tiefkühlgemüse und selbst die vergessene Grillkohle sind nicht zum Stillen des kleinen Hungers zwischendurch nötig“, sagt KA-Generalsekretär Hannes Schneilinger. Gemeinsam mit den christlichen Kirchen Salzburgs weist er auf den Wert des freien Sonntags hin. Diese bewusste Grenze zwischen fremd- und selbstbestimmter Zeit wirke dem Trend entgegen, Lebenszeit mit Arbeits- und Konsumzeit zu vermischen. Freie Stunden gehören an diesem Tag Familie und Freunden.
„Wer vielleicht auch noch arbeiten muss, versäumt das alles“, warnt Schneilinger und weist auf stetig steigende Burn-Out-Erkrankungen hin. „Bei uns muss niemand am Sonntag arbeiten, der das nicht will. Wir engagieren zum Beispiel Studenten, die sich etwas dazuverdienen wollen“, hält Berkmann dagegen. Dabei hat Spar-Österreich-Vorstandschef Gerhard Drexel selbst wiederholt den Sonntag als „Verlangsamungskonstante“ bezeichnet, die Arbeitenden und Familien zugute komme.
Michaela Hessenberger