WOCHENZEITUNG DER ERZDIÖZESE SALZBURG
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"Das Segel in den Wind Gottes stellen"

In Jugendhand – der Dom war Schauplatz des
13. Festes der Jugend in Salzburg.

Fotos: Loretto

Geschenk. „Dein Leben ist dir gegeben, Gott hat es dir geschenkt. Nütze es gut“, lautete die so wichtige Botschaft des Musicals, das das heurige Fest der Jugend in Salzburg eröffnete. Mehr als 5.000 Jugendliche ließen sich vom  Motto  „Neues Feuer braucht das Land“ anstecken.

Salzburg.  
Bunte Scheinwerfer, die den Dom in ein neues Licht tauchten, jede Menge Technik sowie Flatscreens im Inneren der altehrwürdigen Mauern … Dazu die Chill-Lounge mit Palmen und roten Sofas im Innenhof von St. Blasius, ja sogar einen Pfingsten-Energy-Drink hatten die Organisatoren in petto. Dass Anna-Maria kurz nach Kongressende auf der Loretto-Homepage von den „drei schönsten Tagen des Jahres“ schreibt hat aber einen anderen Grund: „Es ist so schön Gott wirklich zu erfahren und Gott zu spüren, wenn man gemeinsam betet und merkt: ich bin nicht allein!“
Mehr als 5.000 Teilnehmer aus Österreich und den Nachbarländern waren zum Fest der Jugend nach Salzburg gekommen, das bereits seine 13. Auflage erlebte. Initiator Georg Mayr-Melnhof vergleicht es mit einer Schneeflocke, die mit anderen Flocken irgendwann zu einer Lawine geworden ist. „Die Lorettobewegung ist jetzt eine Lawine, und es reicht nur noch der Dom, um diese große Menschenmenge aufzunehmen. Ich bin überzeugt, dass dadurch auch ein Reformschub in der Kirche begonnen hat. Jetzt nach 13 Jahren traue ich mich zu sagen, es wird immer sichtbarer.“

 
 


„Der Himmel war dieses Wochenende echt
weit offen und ich hatte den Eindruck der
Heilige Geist überflutet das ganze Land.“
Mit solchen Eindrücken im Herzen
verabschiedeten sich die Jugendlichen
von Salzburg – im Bild Barbara und Christina. 

Bereit für einen Neustart?

Das an Höhepunkten reiche Wochenende startete mit einem Musical, das sich auch Erzbischof Alois Kothgasser und Landesrätin Tina Widmann nicht entgehen ließen. Ebenfalls auf Musik setzte der Schweizer Jugendbischof Marian Eleganti – er spielte Gitarre und Mundharmonika. Danach zeigte er auf, dass wir oft mit uns selbst beschäftigt seien… „Geld, Karriere, Sport, Freizeit besetzen unsere Gefühle“. Diese Stimmen seien lauter und „wir können den Heiligen Geist nicht immer gleich wahrnehmen. Es brauche gute Bedingungen, manchmal sei  ein Neustart notwendig“. Auf den „Wind Gottes“ verwies Andreas Schätzle, Programmdirektor von Radio Maria – das Fest wurde live übertragen. Wer das versäumt hat, Bilder, Musical oder Katechesen sind auf www.loretto.at nachzuschauen und zu hören. 

Ingrid Burgstaller


Zur Sache

„Die Kirche ist jung
und zeitlos“, ist
Bernadette Lang von
der Loretto-Gemeinschaft 
überzeugt.

Mit dem Heiligen Geist surffen

Wer am Sonntagabend in der Innenstadt unterwegs war, der konnte die Pfingstfreude nicht übersehen: Die Stadt war förmlich überflutet von Jugendlichen, die singend und tanzend durch die Straßen zogen. Als „Surfen auf den Wellen des Geistes“ hat es der Schweizer Jugendbischof Marian Eleganti bezeichnet und ermutigt, das Segel in den Wind des Geistes zu stellen. Das haben viele getan und eine neue Dynamik der Kirche ans Licht gebracht.
Bei den strahlenden Gesichtern und der ausgelassenen Stimmung hat man nicht gerade das Gefühl, dass die Kirche am Untergehen ist, sondern vielmehr, dass sie sich auf eine neue Weise ihrer Sendung bewusst wird. Schließlich feiert sie ja sozusagen zu Pfingsten ihre Geburtsstunde.
Das, was Salzburg in diesen Tagen erleben durfte, zeigt, dass die Kirche trotz ihres langen Lebensweges jung bleibt, zeitlos trotz ihrer Geschichtlichkeit. Sie ist getragen von den Wogen des Heiligen Geistes. Gerade jetzt, wenn die vielen jungen Menschen zurückkehren in ihre Orte, um dort Zeugen eines neuen Aufbruchs zu werden, zu Trägern des Friedens und der Freude, darf man sich ermutigt sehen, mit dem Heiligen Geist „online“ zu gehen. Dann bleibt die Spannung nicht aus, die ein Leben im Feuer Gottes bietet. Auch in unserer Zeit. Neues Feuer braucht das Land!
 

 



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