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Gastkommentar
Das Leben nach der Flut
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Alexander Huck, Ökumenische
Notfallseelsorge im BL Salzburg
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Seit knapp zwei Wochen stehen in Österreich Kriseninterventions-Teams bereit, um direkt oder indirekt Betroffene der Flutkatastrophe zu betreuen, auch die Notfallseelsorge.
Besonders Angehörige von vermissten Personen sind wegen quälender Ungewissheit einer psychischen Dauerbelastung ausgesetzt, da die Tragödie nicht zum Abschluss kommt. Zudem gibt es kaum vorgegebene Modelle oder Rituale, um mit der Situation umzugehen. Die Lösung muss somit jeder für sich selbst finden.
Bei unmittelbar Betroffenen ebenso wie bei deren Angehörigen hinterlassen derartige Ereignisse gewöhnlich seelische Narben, die sich in Form von Stress-Reaktionen bemerkbar machen. Meist fällt es den Zurückkehrten schwer, sich wieder in den „normalen“ Alltag einzufinden. Sie brauchen (ihre je eigene) Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten, und sollten von ihren Angehörigen nicht bedrängt werden. Ein möglicher, zeitlich begrenzter Rückzug aus Beziehungen stellt nur eine von vielen Varianten normaler Reaktionen von normalen Menschen auf ein keineswegs normales Ereignis dar.
Sollten Sie selbst direkt oder indirekt betroffen sein und Unterstützung wünschen, wenden Sie sich bitte an das Rote Kreuz, das den Kontakt zu einer/einem MitarbeiterIn der Notfallseelsorge herstellt. Dieser Dienst wird kostenlos angeboten.