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Kurz & Bündig

Ein Stück Freiheit ohne Auto

Mag. Gertraud Katzlberger

 

 

Kürzlich las ich in der Zeitung, dass ein Autofahrer auf einen anderen mit der Axt losging.

Das wundert mich nicht: kaum ein Streit wird so wütend geführt wie der über „richtiges“ oder „falsches“ Autofahren.
Früher bin ich – das muss ich zugeben – kaum einen Meter zu Fuß gegangen, bin kaum Zug gefahren und mit dem Fahrrad schon gar nicht. Ich habe schöne Erinnerungen ans Autofahren, an stundenlange Nachtfahrten, an das Ankommen in einer fremden Stadt. Heute fahre ich kaum mehr, ich meide die Aggression, die Enge, den Stau, das Gehupe und Gehetze. Nun habe ich das Glück, dass ich direkt beim Bahnhof wohne und mit Zug und Bus schneller im Büro bin als mit dem Auto. Verzicht ist das also keiner, ich genieße in der Früh das Zeitunglesen im Zug und am Abend das stressfreie Nach-Hause-Kommen. Und wenn ich die Leute über die Benzinpreise stöhnen höre, dann fühle ich mich fast ein bisschen befreit vom Wohlstandsballast.



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