
|
|
Entmündigt sieht Familienver-
|
Salzburg. „Radikal vereinfachen“ möchte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Familienförderung. „Wer sich ihre dazu gemachten Vorschläge aber genauer ansieht, merkt sehr schnell, dass die angekündigte Vereinfachung nur als Vorwand dient“, kritisiert Marie-Luise Zuzan, Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Salzburg. Sie befürchtet eine massive Entmündigung der Familien: „Ginge es nach der Frauenministerin, würden die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf radikal einschränkt werden. Der außerhäuslichen Betreuung der Klein- und Kleinstkinder würde dabei der absolute Vorrang eingeräumt.“ Heinisch-Hosek würde damit den Eltern attestieren, dass sie unfähig seien, ihre Kinder pädagogisch wertvoll zu erziehen. Deshalb wolle die Frauenministerin Eltern möglichst schnell wieder im Berufsleben sehen.
michaela.hessenberger@rupertusblatt.at