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Im Zentrum der Adventzeit, vom 4. Sonntag vor dem 25. Dezember bis zum 24. Dezember, steht die Vorbereitung auf die Geburt Christi. Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Ankunft, Wiederkunft. Jeder der vier Sonntage hat einen besonderen Schwerpunkt, allen gemein ist die Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Besonders bekannt sind auch einige Heiligentage in der Adventzeit.
Am 4. Dezember begeht man den Tag der heiligen Barbara, einer Märtyrerin, die von ihrem eigenen Vater den Gerichten ausgeliefert wurde. Die heilige Barbara gilt als Patronin der Bergleute. Anlässlich ihres Festes werden Kirschenzweige gepflückt, die Glück bringen und bis Weihnachten blühen sollen.
Der heilige Nikolaus wird am 6. Dezember gefeiert. Er war Bischof von Myra, der um 350 lebte, in Schwierigkeiten aller Art half und insbesondere als Helfer der Kinder verehrt wurde. Nikolaus soll Schüler vom Tod erweckt haben. Dies wurde zum Anlass genommen, ihn zum Patron der Schüler und Studenten zu erwählen.
Am 8. Dezember wird das Fest der unbefleckten Empfängnis Marias gefeiert. Im Volksmund spricht man von "Maria Empfängnis", genau genommen handelt es sich um das Fest Maria Erwählung, nämlich der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Im Vordergrund steht Maria, als die von Gott Erwählte, die von Beginn ihres Lebens an von Erbschuld befreit war.
Über den genauen Zeitpunkt der Menschwerdung Christi liegen unterschiedliche Berichte vor. Nach alten Überlieferungen gilt der 25. März als erster Tag der Schöpfung. Mit diesem Tag brachte man ebenfalls die Geburt Christ in Zusammenhang. War Jesus am 25. März empfangen, so konnte man den 25. Dezember als seinen Geburtstag festlegen.
In den ersten drei Jahrhunderten kannten die Christen nur das Osterfest. Erst im 4. Jahrhundert wurde in Rom der 25. Dezember als Geburtsfest Christi eingeführt. Am 25. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende feierten die Heiden, das von Kaiser Aurelian eingeführte Fest des unbesiegbaren Sonnengottes. Um die Christen gegen das heidnische Fest zu immunisieren, setzte die Kirche anstelle des Sonnengottes, das wahre Licht des Erlösers.
Der Stephanitag ist kein unmittelbarer Festtag des Weihnachtsfestkreises, an ihm wird des hl. Stephanus gedacht. Er war der erste Märtyrer. Stephanus zeichnete sich durch seine Feindesliebe aus. Sein Tod, von der Gerichtsverhandlung bis zur Hinrichtung durch Steinigung, ist in der Bibel ausführlich beschrieben (vgl. Apostelgeschichte 6. Kapitel).
Der Neujahrstag/Hochfest der Gottesmutter Maria/Namengebung des Herrn ist kein ursprünglich christliches Fest. Dennoch ist die Beschneidung Jesu, am 8. Tag nach der Geburt (24. Dezember), von der der Evangelist Lukas schreibt, für die Entstehungsgeschichte dieses Feiertages einflussreich. Der Neujahrstag geht auf eine Maßnahme Cäsars im Jahre 46 zurück, der den Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Jänner vorverlegte. Auch die ausgelassenen Feiern an diesem Tag gehen auf die Römer zurück. Papst Paul VI. hat den 1. Jänner zum Weltfriedenstag erklärt.
Was viele als "Dreikönigstag", oder "Fest der heiligen drei Könige" bezeichnen, wird im christlichen Sprachgebrauch "Tag der Erscheinung des Herrn" genannt. Die "Erscheinung des Herrn" geht auf die Taufe Jesu, im Erwachsenenalter, zurück, also auf jenes Ereignis, als der Heilige Geist auf Jesus herabkommt. Die Taufe trägt somit den Charakter einer Gotteserscheinung.
Mit dem Aschermittwoch beginnt die vorösterliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt. Das Symbol der Asche steht für die Vergänglichkeit menschlichen Daseins. Die Idee der Buße und der Umkehr stehen an diesem Tag besonders im Vordergrund. Die 40-tägige Periode wird als Buß- und Reinigungszeitraum, im Hinblick auf die kommende Auferstehung des Herrn, verstanden.
Josef ist der große schweigende Mann des Glaubens. Im christlichen Osten gab es ihm zu Ehren Festtage und gottesdienstliche Gesänge. Im Abendland machten sich besonders der hl. Franz von Sales und die hl. Theresia um seine Verehrung verdient. Schließlich verfügte Benedikt XIII. die Einfügung des heiligen Josef in die Allerheiligenlitanei, nachdem schon Gregor XV. 1621 das Fest am 19. März zum gebotenen (inzwischen wieder weithin aufgehobenen) allgemeinen Feiertag erhoben hatte. Pius IX. proklamierte ihn 1870 zum Schutzpatron der gesamten Kirche.
Die Karwoche - auch "Heilige Woche" genannt" - stellt den dramatischen Höhepunkt im Leben und Wirken von Jesus dar: am Palmsonntag hochgejubelt - am Karfreitag ans Kreuz geschlagen - am Morgen des Ostersonntags von den Toten auferstanden.
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Im Zentrum dieses Tages steht das Kommen des Retters Jesu. Der Palmsonntag hat seinen Ursprung in Jesu feierlichem Einzug in Jerusalem, vor seiner Hinrichtung.
Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern steht im Zentrum dieses Tages. Die Kirche sieht darin die Einsetzung der Mahlfeier (also des Kerns der heiligen Messe) durch Jesus selbst.
Am Karfreitag wird des Leidens und des Todes Jesu am Kreuz gedacht.
Der Karsamstag ist ein Trauertag für die Gemeinde, die des Leidens und Todes Christi gedenkt. Er gilt als der Tag der Grabesruhe und der Besinnung. An diesem Tag werden keine Messen gefeiert.
Ostern ist das höchste Fest der Christen. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird im Gottesdienst die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert.
Im Mittelpunkt dieses Feiertages am 40. Tag nach Ostern steht Jesu Aufstieg zu seinem Vater in den Himmel. Das Fest Christi Himmelfahrt fällt immer auf einen Donnerstag, neun Tage vor Pfingsten.
Gott schickt 50 Tage nach der Auferstehung seines Sohnes seinen Geist auf die Jünger herab. Er schafft somit eine unmittelbare Verbindung zu den Menschen. Man könnte den heiligen Geist als das Sprachrohr Gottes verstehen, als das Bindeglied zwischen Himmel und Erde.
Die Gegenwart von Jesus in der Gestalt von Brot und Wein steht im Mittelpunkt dieses Festes, das am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert wird. Christus existiert nicht mehr in menschlicher Gestalt. Seine Gegenwart ereignet sich nun in Form von Brot und Wein. Heiliges Brot und heiliger Wein sind somit Zeichen der Gegenwart Christi.
Dieser Tag gewinnt eine besondere Bedeutung, da er das früher übliche Sonnenwendfest ablöste und mit christlichem Inhalt füllte. Die an diesem Tag üblichen Johannisfeuer entstammen heidnischem Brauch. Die liturgische Farbe des Johannistages ist Weiß, da Johannes der Täufer nicht ein christlicher Märtyrer, sondern der Vorläufer des Herrn ist und so zum Christusgeschehen gehört. Zugleich ist sein Tag im Jahr der Kirche der "Gegenpol" zum Christfest.
Petrus hat seinen Namen von Jesus selbst bekommen. Der Name ist die griechische Übersetzung des aramäischen "kephas" = Fels. Für ihn bedeutete das Evangelium zunächst die Botschaft allein für das Volk Israel, aber durch das Erlebnis mit dem Hauptmann Kapernaum wird er belehrt, dass auch die Heiden Anrecht auf das Evangelium haben, und tritt dann dafür auch unter seinen jüdischen Glaubensgenossen ein. Aber die Verkündigung unter den Heiden lag vor allem in der Hand des Paulus. Diese geschah in erster Linie durch drei Missionsreisen in den Jahren 46-56. Schon auf der ersten Missionsreise wurde deutlich, dass das Evangelium auch für die Heiden bestimmt war. Auf der zweiten Reise wird Paulus mit seinen Gefährten nach Mazedonien gerufen: Komm herüber und hilf uns! Nun wird das Evangelium in die ganze antike Welt hinausgetragen. Auf der dritten Reise hält sich Paulus lange in Ephesus auf und hofft, nach Rom reisen zu können. Doch muss er zuvor nach Jerusalem, und als er den Weg antritt, weiß er bereits, dass er dort gefangengenommen werden wird. Dennoch kommt er, da er sich als römischer Bürger auf das Recht beruft, sich vor dem Kaiser rechtfertigen zu dürfen, nach Rom. Dort hat er vermutlich im Jahr 64 den Märtyrertod durch das Schwert erlitten. Fraglich ist, ob Paulus vorher noch in Spanien gewesen ist, wie er es gerne gewollt hat. Auch Petrus erlitt in dieser Zeit nach der Überlieferung den Märtyrertod. So kommt es, dass beider am gleichen Tag gedacht wird. Das Zeichen des Paulus ist das Schwert, das nicht nur auf seinen Tod hinweist, sondern auch auf die Kraft des Wortes Gottes, die durch ihn mächtig wurde. Das Zeichen des Petrus ist der Schlüssel nach dem Wort Jesu: Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben.
Ende des 5. Jahrhunderts entwickelte sich, aus dem Weihefest der Kirche der Gottesmutter "wo sie geboren ist" entstanden, das Fest Mariä Geburt. Im 7. Jahrhundert war dieses Fest, auch Kleiner Frauentag genannt, in der Ost- und Westkirche in Übung. Dieses Fest der Geburt Mariens, heute Fest Mariä Geburt, bestimmte auch den Termin des jüngeren Festes der Empfängnis Mariens neun Monate zuvor: den 8. Dezember.
Rupert ist der Landes- und Stadtpatron von Salzburg; Rupert und Virgil gemeinsam sind die Diözesanpatrone von Salzburg sowie Graz-Seckau, Rupert ist auch der zweite Diözesanpatron von Gurk. Rupert kam aus dem Frankenreich. 696 "dürfte er, nachdem er bereits in Worms Bischof war, nach Bayern, und zwar an den Hof des Herzog Theodo in Regensburg gekommen sein. Als Wanderbischof ist er von dort aus in Gebiete gezogen, die östlich des Inn und südlich der Donau liegen. In Lorch an der Donau dürfte er seinen Missionsstützpunkt errichtet haben. Später ließ er sich im Bereich des heutigen Seekirchen am Wallersee nieder. Der Herzog Theodo schenkte ihm die Römersiedlung Juvavum - Salzburg - einschließlich einer Burganlage (der heutigen Feste Hohensalzburg). "Innerhalb der Oberen Burg errichtete Rupert neben einer bereits bestehenden Martinskirche zu Ehren der Gottesmutter Maria das Benediktinerinnenkloster Nonnberg, dessen Leitung er seiner Nichte und Äbtissin Erintrudis übertrug. Kloster Nonnberg (ist) das älteste Frauenkloster nördlich der Alpen!" Die zweite Gründung von Rupert wurde die Erzabtei St. Peter, wo er nach seinem Tod zunächst beigesetzt wurde; bis Virgil am 24. September - also heute, aber im Jahre 774 - die Gebeine des Heiligen in den neu errichteten Salzburger Dom überführen ließ. Virgil war ein Nachfolger von Rupert. - Ein altes Dokument berichtet: "Damals, nämlich zur Zeit Odilos, des Herzogs der Bayern, der Pippin, dem König der Franken, unterworfen war, kam ein weiser und sehr gelehrter Mann namens Virgil von der Insel Irland zum erwähnten König" . Es war eine politische Entscheidung des Frankenherrschers, dass der irische Abt Virgil nach Salzburg entsandt wurde, und Virgil wirkte fast vierzig Jahre sehr segensreich in Stadt und Land zum Wohl der Kirche. Die Missionierung des Landes übertrug er so genannten "Chorbischöfen" (Land- oder Missionsbischöfen). - Einer von diesen war der heilige Modestus, der in Karantanien (=Kärnten) wirkte, und dessen Grab sich in Maria Saal befindet. Salzburg wurde ausgebaut zu einer Bischofsstadt. - Neben der Klosterkirche St. Peter sollte auch ein Dom erstehen! Etwa 400 Jahre nach dem Tod des heiligen Virgil - also im 12. Jahrhundert - wurde bei Bauarbeiten im Dom ein Grab entdeckt, das im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten war. "Bei den Gebeinen fand man eine bildliche Darstellung und ein Täfelchen mit der Inschrift Virgilius templum construxit scemate pulchro, zu deutsch: Virgil hat dieses Gotteshaus in Schöngestalt errichtet."
Das Erntedankfest wird in den meisten Gemeinden am letzten Sonntag im September oder am ersten Oktobersonntag gefeiert. Der "Erntedank" gilt Gott für die Erde und ihre Früchte, für die Fülle an Früchten und Nahrungsmitteln, die er gewährt.
Die Christenheit hat seit Anfang ihres Bestehens an die Ehrung der Engel den strengen Maßstab der Schrift angelegt und nichts zugelassen, was darüber hinausgegangen wäre. Eine Anbetung der Engel war nicht denkbar (Offb 19, 10). Der Tag des Erzengels Michael entstand aufgrund von Visionen im südlichen Italien etwa im 7. Jahrhundert.
Zu Allerheiligen gedenkt man aller Heiligen, das sind Verstorbene, die bereits das ewige Leben bei Gott gefunden haben.
Der Kern von Allerseelen ist die Erinnerung an alle Verstorbenen. Der Christ glaubt, durch Gedenken und Gebete für die Verstorbenen, die noch nicht im Himmel sind, ihren Weg zu Gott zu erleichtern.
Erinnerung an Martin von Tours Martin wurde in Ungarn im Jahre 316 geboren und wuchs in Pavia in der Lombardei auf, wohin sein Vater, der heidnischer Hauptmann der Armee war, transferiert wurde, als Martin noch jung war. Martin selbst wurde, als er alt genug war, im Alter von 15 Jahren ein Mitglied der Kavallerie in Amiens (Gallien). Er wurde in dieser Stadt im Glauben unterrichtet und, als er noch Katechumene war, teilte er seinen Mantel mit einem vor Kälte zitternden, fast nackten Bettler. Der Legende nach soll in der darauf folgenden Nacht Christus, angetan mit ebendieser Mantelhälfte, ihm erschienen sein, und Martin vernahm die Worte: "Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." Wenig später wurde er getauft und schließlich nach zwei Jahren Dienst aus dem Militär entlassen. Er schloss sich sogleich den Jüngern von Sankt Hilarius in Poitiers an. Als er seine Eltern besuchte, erreichte er die Bekehrung seiner Mutter, doch sein Vater blieb Heide.
Der Martinstag wird auf vielfältige Weise begangen. Am bekanntesten sind wohl die Laternenumzüge der Kinder.
Der Kern des Festes, das volkstümlich Mariä Himmelfahrt genannt wird, bildet die Aufnahme Marias in den Himmel. Nach der Überlieferung wurde Maria nach ihrem Tod mit ihrem ganzen Leib zu Gott geholt.