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Hirtenworte


Grußwort an die Gläubigen der Diözesen Innsbruck und Salzburg


Wahl und Ernennung zum Salzburger Erzbischof waren für mich überraschend; als Ordenschrist habe ich gelernt, in solchen Fügungen den Willen Gottes zu erkennen und anzunehmen. Ich gehe nicht leichten Herzens von Innsbruck fort; aber ich möchte mich in Salzburg genauso freudig für die Sache des Evangeliums einsetzen. Vor allem: Diözesangrenzen trennen das eine Volk Gottes in der Kirche nicht.Dass ich auch als Salzburger Erzbischof weiterhin die pastorale Verantwortung für einen Teil Tirols trage, macht mir den Abschied etwas leichter.Mein großer Dank gilt heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - vor allem den Priestern und Ordensleuten - und allen Katholiken in der Diözese Innsbruck für fünf wunderbare Jahre des intensiven Miteinanders.Mit einem besonderen Segensgruß möchte ich mich aber auch an die Katholiken in der Erzdiözese Salzburg wenden. Die herzliche Aufnahme durch das Kapitel und meinen Amtsvorgänger, Erzbischof Georg Eder, lassen mich hoffen, dass ich den Dienst der Salzburger Erzbischöfe für Glaube und Heimat so fortsetzen kann, wie es der Tradition und den Anforderungen des Lebens von heute entspricht. Wie in Innsbruck bitte ich auch in Salzburg um gute Zusammenarbeit im Dienst am Evangelium zum Wohl und Heil der Menschen.Kirche ist für die Menschen da; sie sorgt sich nicht nur um jene, die durch Taufe und Firmung ihr angehören, sie teilt ganz allgemein "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute". Daher gelten Dank und Gruß auch allen Tirolern und Salzburgern, die nicht der katholischen Kirche angehören.


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