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Das neue erzbischöfliche Wappen gliedert sich in das Schildhaupt mit dem persönlichen Wappen des Herren Erzbischofs und in das Hauptfeld des Schildes mit dem herkömmlichen Wappen der Erzdiözese Salzburg.
Das Schildhaupt ist gespalten. Es zeigt vorne in rotem Feld einen annähernd kugeligen, in seiner Kontur unregelmäßig gegliederten, grünen Laubbaum mit kräftigem, goldenen Stamm mit heraldisch-rechts einem, links zwei nach oben abstehenden goldenen Ästen.
Das hintere silbern-weiße Feld zeigt eine fünfblättrige, rote Rose mit goldenem, runden Stempel.
Das gespaltene Hauptfeld des Wappens zeigt - wie gesagt - das herkömmliche Wappen des Erzbistums Salzburg, nämlich vorne in Gold einen aufrechten schwarzen, rot bezungten nach heraldisch-rechts gewandten Löwen und hinten in Rot einen weißen Mittelbalken.
Dem Wappenschild unterlegt sind goldfarben einerseits das senkrecht angeordnete Legatenkreuz und andererseits - sich hinter dem Schild schräg überkreuzend - heraldisch rechts das durch zwei Querbalken gekennzeichnete Vortagskreuz des Erzbischofs und heraldisch links der Hirtenstab mit der Krümme.
Über dem Legatenkreuz, dem Vortragskreuz und dem Hirtenstab schwebt der rote Legatenhut, von dem beiderseits je zehn ebensorote Fiocchien bzw. Quasten abhängen. Unterhalb des Wappenschildes ist in einer halbrunden Zeile von der äußersten Quaste heraldisch-rechts zu jener heraldisch-links folgender Wahlspruch des Herren Erzbischofs angeordnet: VERITATEM FACIENTES IN CHARITATE
Der Baum im persönlichen Wappens des Herrn Erzbischofs symbolisiert seine Zugehörigkeit zur Gesellschaft der Salesianer Don Boscos.
Die rote Rose hingegen weist auf den Geburtsort des Herren Erzbischofs, St. Stefan im Rosental in der Steiermark hin.
Im Vergleich zur bisherigen erzbischöflichen Wappenpraxis, die von dem dem Adelsstande entstammenden Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612) eingeführt und von den nachfolgenden hochadeligen Fürsterzbischöfen und deren Nachfolgern beibehalten worden ist und dem Wappen der Erzdiözese nur den schmalen Raum im Schildhaupt zugewiesen hat, will der neue Herr Erzbischof durch die von ihm verfügte neue Anordnung des erzbischöflichen Wappens zum Ausdruck bringen, dass aus seiner Sicht nicht sein persönliches Wappen sondern das mehr als 700-jährige Wappen der Erzdiözese Salzburg das Hauptfeld des erzbischöflichen Wappenschildes einnehmen und zieren soll.
Heraldisch-historische Beratung ao. Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye